Tom Heinzer
Künstler, Vermittler, Musiker

Copyright 2007-2012
Built with Indexhibit

Ausstellungen / Arbeiten (Auswahl)

2002 «Basislager«, Sihlquai 125, Zürich Überblick über Grundbausteine der künstlerischen Arbeit von Bösch/ Heinzer. (Anlässlich der Ausstellung erscheint eine lim. Publikation MEMO 1) «Hochsitz», Kunsthalle Winterthur Wiedereröffung Bösch und Heinzer installierten einen Aussenposten zu ihrer Arbeit. (Anlässlich der Ausstellung erschien eine Publikation der Zusammenarbeit zwischen den Studienbereichen Theorie und Gestaltung der Kunst und Bildende Kunst Zürich) «Klimazone», Internationale Forstmesse Luzern Bösch und Heinzer zeigen ihre Arbeit «Klimazone» als Gatsbeitrag des Messestandes der ETH Zürich. Kernthema und Arbeitsfeld der Forschungsgruppe der ETH Zürich ist die Förderung einer Biodiversität in der Schweiz. 2003 «Theke», Park, Zürich Während dreier Monate erarbeiteten Bösch und Heinzer vor Ort eine Form von «Urbaner Archeologie». Der Ort umfasste einen kleinen Ausstellungsraum und einen Kiosk mit Arbeits- und Sitzplatz. (Anlässlich der Ausstellung erschein eine lim. Publikation «Theke») «Dynamischer Meter», Vaduz, Meeteinader.li Der zur Verfügung stehende Ausstellungsraum wurde demontiert und innerhalb mehreren Stationen umgebaut bishin zu einem Floss, mit welchem Bösch und Heinzer schlussendlich den Staat Lichtenstein über den Rhein verliessen. Parallel dazu fand im Kunstmuseum Liechtenstein eine Ausstellung zum Thema der Migration statt. 2004 «Sondierung ins Nirgendwo», Kunsthof Zürich, In den zwei aufgebauten Pavillions im Kunsthof wurden das «Hypochondrische Modell» und der Film «Einzelkeiter» gezeigt. Schriftliche Diplomarbeit zum Thema «Utopie» Diplomausstellung Studienbereich Bildende Kunst Zürich 2006 «Bekanntmachungen - Arena», Kunsthalle Zürich 20 Jahre Studiengang der Bildenden Kunst Zürich Innerhalb der Reihe „VideoTalk“ stellen Heinzer/Bösch in einer performativen Lesung ihre Arbeit vor. «Tar Baby», Mittelland Schweiz
Verborgene Monumente – Asphaltgüsse in leerstehenden Gebäuden, Naturasphalt aus Couvet 2007 «Die eingebildeten Toten», Les Complices, Zürich Eine Ahnengalerie Anlässlich der Ausstellung erscheint die Edition «Schlussstein». «Alles was da ist ist da. Was nicht das nicht.», BINZ, Zürich Eine Meditation mit 15 Figuren «Das was nicht da wäre», SpaceInvasion, Wien Eine Ausstellung in den ehemaligen Räumen des Stadtgerichtshofes. 2008 «1000 Poster», Mittelland, Schweiz Bitumen-Poster auf Häusern, Scheunen, Mauern, Bäumen, Plakatwänden Museum Hermann Burger, Mittelland 2009 «Solobibliothek zum Thema der Verschollenheit», Museum Hermann Burger, Zetzwil / AG Eine Ein-Mann-Bibliothek in einem ungenutzen Keller zum Thema der Verschollenheit; Bücher, Bilder, Audio u.a. 2010 «Haupteinhausung l», Löwenbräu Areal, Zürich Präsentation des Hintergrundkörpers, eine Art Fond / Zettelkasten Roggenstock, Schwyz «Die Aktivierung der Königsfigur», Roggenstock, Schwyz aus «Gerichtsmaschine - Schröpfmaschine» 2011 «Die Aktivierung des Ekstatichen Hasen», Minoritinnen-Kloster St. Josef, Muotathal aus «Gerichtsmaschine - Schröpfmaschine» «Alles was da ist ist da. Was nicht das nicht.», Asphaltmine Couvet Asphalt - Atelier auf dem Gelände der Mine «Bilder einer mutierenden Welt» von C. Hesse-Honegger Interieur zur Ausstellung 2012 «Die Aktivierung des Fossiliendaseins», Antiquariat Ehrbar, Zürich aus «Gerichtsmaschine - Schröpfmaschine» «Abbrennträume», Galerie am Leewasser, Brunnen Überblick über mein gegenwärtiges Schaffen 2013 «Die Grenzen meiner Arbeit sind nahe dran um was es mir geht», Galerie, Brunnen Lecture Performance / Textmontage Seit einiger Zeit realisiere ich ‚unrealisierte‘ Arbeiten in Form von Texten. Da ich seit Beginn meiner künstlerischen Arbeit einen Zettelkasten führe, welcher Idee, Texte, Skizzen, Collagen usw. enthält, bin ich tagtäglich mit diesen Arbeiten, die ich einst dachte zu realisieren, konfrontiert. Um diesen imaginierten Werken gebührenden Raum zu verschaffen, habe ich begonnen, die Werke literarisch umzusetzen. Die erwähnte Lecture Performance führte durch eine imaginierte Ausstellung. 2014 «Die Aktivierung der Höhlengemütlichkeit», Gotthard Hospiz aus «Gerichtsmaschine - Schröpfmaschine» «Verschwörerlieder», diverse kirchliche und freikirchliche Lokale in der Schweiz Gesangperformance, Liedtexte, Archiv Diese Arbeit dient mir in erster Linie dazu, in Form dieser Besuche singenderweise meine Arbeit zu reflektieren. Die Liedtexte sowie Aufnahmen dieser Gottesdienstbesuche sollen in nächster Zeit als Hörbuch erscheinen.
2016 «Die Seenschläfermonologe», Speicherseen in der Schweiz Der Seeschläfer (S1) begibt sich zu einem Stausee, um auf einem Flossbett liegend zu übernachten. Eine 'Aussetzung'. Von der Abend- bis zur Morgendämmerung ist er ein still ruhender - fahrender - Besetzer des industriellen Besatzungsbaus. Vom Zeitpunkt des Ablegens des Bettflosses bis zum Gang an Land am nächsten Tag, ist der Seeschläfer auf sich alleine gestellt. Neben dem Seeschläfer gibt es in unserem Vorhaben die Wächterfigur (W1), die am Ufer des jeweiligen Sees mit bestimmten Aufgaben betraut wird und somit im Kontrast zur erhaben entrückten Passivität des Seeschläfers steht. Da Schläfer- und Wächterfigur von Nacht zu Nacht die Rollen wechseln, ist insbesondere die Notation der vorangegangenen Erfahrungen als Seeschläfer eine dieser Aufgaben der Wächterfigur. Darüber hinaus ist der wache(nde) Wächter Beobachter und Erkunder der Umgebung des jeweiligen Sees. Das Erlebte zwischen Ablegen und 'Landgang' des Seeschläfers wird in der folgenden Nacht, nun als Wächterfigur, schriftlich erfasst. Die Arbeit am Text ist also Arbeit im Nachgang, im Sich-Erinnern. Hier gilt: Es soll sich etwas zeigen, die Dämmerung soll herausgestellt werden. Dieser Anspruch des 'Herausstellens' oder des 'Sich-zeigens' erfordert einen Umgang mit Sprache, der sich nicht im Beschreiben einer Erfahrung erschöpft. Es soll in der Sprache aufscheinen und ein Lesen als Vollzug ermöglichen. «Und ig bi de König…», Geschlossene Wohngruppe Aarburg Musikprojekt mit den Insassen des Jugenheimes Aarburg Es ging in erster Linie darum, den Jugendlichen die Lust und Freude an der Entwicklung der eigenen Sprache zu vermitteln und Musik zu entwickeln. Hierfür arbeitete ich mit verschiedenen Techniken. Die Jugendlichen lernten Übungen aus der Theaterpädagogik, Rhytmische Schreibübungen, automatisches Schreiben usw. Die Herangehensweisen waren anfänglich sehr intuitiv und entwickelten sich dann zusehends reflektierter. Abschliessend wurden einzelne Musikstücke von der Gruppe einstudiert und in einem kleinen Konzert vorgetragen. 2017 «Spuren einer Lektüre», Masterthesis Art Education Abstract: Ich wohnte damals – Zweitausendundzwei – in Zetzwil, im aargauischen Wynental, einem Paralleltal zum Ruedertal, in welchem Schiltwald liegt, jenes 'Lokal', das Hermann Burger die Blaupause für den Roman ‚SCHILTEN - Schulbericht zuhanden der Inspektorenkonferenz‘ lieferte. Dieses Buch, welches ich verschlang und tagsdarauf einen Spaziergang zu besagtem Schulhaus unternahm, um mich vor Ort – quasi angesichts der Realien – jenes 'Risses' zu vergegenwärtigen, den die Lektüre mir gleichzeitig zeigte und verbarg. An jenem Ort, den ich bis anhin nur aus der Lektüre kannte und der wie ein Wegweiser ‚in eine Textlandschaft' funktionierte, genoss ich also erstmalig die Aussicht auf Friedhof und Schulhaus, 'auf die Landschaft‘. Beim anschliessenden Kaffee im ‚Engelhof‘, der «Besenbeiz am Ende vieler Wanderwege», wurde mir klar, dass die sorgfältige Montage von Fakt und Fiktion, die ‚schleifenden Schnitte‘ zwischen Erfundenem und Gefundenem das Ornament für jenen 'gefährlichen Ort’ bilden – diesen erst entstehen liessen, der mir realer schien als jene Realität, die ich in diesem Augenblick vor mir hatte. In der Lektüre dieses Romans zeigte sich vielleicht jene einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag, die Walter Benjamin als Aura beschrieb. Ob es sich bei dem Roman um ein ‚Zeugnis‘ oder ein ‚Erzeugnis‘ handelt und was dies für die Lektüre bedeutet, unter welchen Umständen das Unterfangen der Lektüre ebenso gross ist wie das Unterfangen des Schreibens, welche Spuren die ‚Einverleibungslust‘ der Lektüre in meinem Körper hinterlässt – diesen Fragen soll innerhalb der Arbeit nachgegangen werden.